Steuerbetrug

Aufgespießt

Ene, mene, muh und raus bist du
Steuerbetrug in ungeahnter Dimension - Wer den Sumpf trocken legen will, darf nicht die Frösche fragen

Von Frank Walenszus

Steuerbetrug, so scheint es, ist in Deutschland zu einem attraktiven und gewinnbringenden Produktivzweig in der Gesellschaft geworden. Allein die bislang rund 4000 Selbstanzeigen von Steuerbetrügern sind nur die Spitze des Eisbergs. Die tatsächlichen Zahlen dürften wohl mittlerweile zur geheimen Verschlusssache der Bundesregierung geworden sein, um die Gesellschaft nicht noch mehr ins Aus gleiten zu lassen.

Mit welcher kriminellen Energie Auswüchse des Turbokapitalismus zu Werke gehen, lassen jeden normalen Steuerzahler als Deppen erscheinen und das sind immerhin die rund 40 Millionen Arbeitnehmer und Millionen Rentner in Deutschland.

Das halbherzige Herangehen der Regierung, um den Sumpf des deutschen Steuerbetrugs trocken zu legen, lässt nur den Schluss zu, das eigene Nest nicht mehr als notwendig beschmutzen zu wollen. Doch wer den Sumpf trocken legen will, darf nicht die Frösche fragen. Die von der Regierung gewährte Straffreiheit bei Selbstanzeige ist vermutlich ein Selbstschutz, um in den eigenen Reihen keine Lücken zu reißen, denn mit Luxusappartements hinter Gittern dürfte es schlecht bestellt sein.




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