Bibel-Zitat

Gedanken zum Bibel-Zitat:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11,1


Glauben heißt vertrauen


Von Frank Walenszus

Ich glaube nur, was ich sehe. Wie tief ist dieser Satz in unserem Bewusstsein verankert. Dem war schon der Apostel Thomas verfallen, als er die Auferstehung des Herrn anzweifelte. Ich glaube nur, wenn ich meine Hand in die Wunden der Male legen kann, so seine Reaktion als die anderen Jünger ihm von der Auferstehung des Gekreuzigten berichteten. Er wird eines Besseren belehrt, als Jesus Christus zu ihm hintritt und Thomas bekennen muss, ja, Herr, du bist es.

Ist das nicht peinlich? Ein Jünger, der zweifelt und sich nur überzeugen lässt, da er Jesus und seine Male gesehen hat! Entsprechen wir immer der Forderung unseres Herrn: Selig sind die, die Glauben und nicht gesehen haben? Mir selbst geht es oft so, dass ich mich nur von etwas überzeugen lasse, wenn ich es selbst gesehen habe. Ich schäme mich deswegen nicht, da selbst der Apostel Thomas dem verfallen war. Es zeigt nur einmal mehr, dass wir Menschen unvollkommenen sind und nach menschlichem Ermessen urteilen. Wie könnten wir auch anders handeln. Und doch klingt bei Jesus die Gewissheit mit, dass wir durchaus in der Lage sind, zu glauben, ohne gesehen zu haben, wenn der Heilige Geist in uns wirkt und wir in Jesus Christus unseren Heiland und Herrn sehen.

Da fällt mir die Episode ein, als ein Hirnchirurg einen sowjetischer Kosmonauten fragte, ob er bei seinen Flügen in das All Gott gesehen habe. Jener antwortete, ich bin viele Male in den Weltraum geflogen und habe mit Teleskopen tief in den Weltraum geschaut, doch Gott habe ich niemals gesehen. Es gibt ihn wohl nicht. Der Chirurg antwortete darauf: Glauben Sie mir, ich habe schon viele Gehirne von großen Wissenschaftlern und Denkern operiert, doch ich habe noch nie einen Gedanken gesehen.

Gott lebt in unseren Herzen, in uns. Gott schuf den Menschen als sein Abbild, so heißt es in der Schöpfungsgeschichte. Wir sind Gott sehr nahe durch seinen Sohn Jesus Christus, der mit dem Heiligen Geist in uns wirkt und uns führt. Glauben heißt Vertrauen. „Das, was wir jetzt noch nicht sehen; im Vertrauen beweist es sich selbst“, heißt es im Hebräerbrief 11, 1. „Durch solches Vertrauen kommen wir zu der Einsicht, dass die Welt durch das Wort Gottes geschaffen wurde und alle sichtbaren Dinge aus Unsichtbarem entstanden sind.“


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