Monatspruch Juli

Gedanken zum Monatsspruch Juli:

So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott.
Hosea 12,7

Tanz um das „Goldene Kalb“


Von Frank Walenszus

Der Prophet Hosea wirkte im Nordreich, der Heimat des Elias. Hosea durchlebte alle möglichen Tiefen. Sein Leben versinnbildlichte quasi den Abfall des auserwählten Volkes von Gott. Und gerade aus dieser schier unglaublichen Lage verkündigte der Prophet trotz seiner Droh- und Mahnreden gegen die anstößigen Kultorte, gegen das Priestertum und der herrschenden Schicht eine Trostverheißung. Die Botschaft von Hosea ist schlicht und gewagt in jener wie auch heutiger Zeit „Gott ist die Liebe!“.

Lüge und Betrug umgibt das damalige Haus Israel. Und in dieser Zeit zieht Gott Jakob zur Rechenschaft, der seinen Bruder im Mutterleib überlistete und als Mann mit Gott rang und den Engel besiegte. Worte der Mahnung lässt Gott den Propheten Hosea zu Jakob sagen: „Du sollst zurückkehren zu deinem Gott! Bewahre Treue und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!“ Eine Aufforderung auch an uns.

Was unterscheidet uns heute von jener Zeit? Sie ist auch von Betrug und Lüge in Deutschland gekennzeichnet! Die Menschen rennen ebenso dem Reichtum mit List und Tücke hinterher! Geld und Macht sind das "Goldene Kalb", das angebetet wird, ein ständiger Kampf, im First-Class-Wagen des fahrenden Zuges einen Platz zu ergaunern. Wie in der Zeit des Propheten Hosea findet Gott kaum noch sehende Augen und hörende Ohren bei den Menschen.

„In der Hand des Händlers ist falsche Waage; er liebt das Unrecht. (Hosea 12,8). Die Geldgier und das Streben nach Macht des "inneren Zirkels" in Deutschland ist gleichzusetzen mit der Antwort Ephraims: „Ich bin doch reich geworden, habe mir Vermögen erworben! Alle meine Gewinne stellen für mich kein Vergehen dar, das Sünde wäre.“

Reichtum, Macht und Geltungssucht sind das Götzenbild. Sie sind das „Goldene Kalb“, um das die Menschen tanzen. Im Buhlen um einen Platz an diesem Trog betet man das Vergängliche an, vergessend dass ihr ganzer Reichtum bereits von Moder und Fäulnis zerfressen wird. Gott, Barmherzigkeit und Recht sind längst auf der Strecke geblieben.

Zu viele Ephraims haben wir in unserer Gesellschaft, die sich auf Kosten anderer ihren Reichtum scheffeln. Die Regierenden laufen ihnen in Scharen nach, ebnen ihnen in vorauseilender Liebedienerei den Weg zu noch mehr Reichtum, um etwas davon für sich selbst zu ergattern. Die wenig haben werden mit Abgaben geknechtet.

Barmherzigkeit ist zu einem Fremdwort verkommen und wird als Schwäche ausgelegt. Das Recht des Stärkeren gilt. Millionen Euro schwere Steuerbetrüger gehen straffrei aus, Steuergeschenke für Lobbyisten von Parteien sind Regierungspolitik. Dagegen werden Maultaschen und Pfandscheine für Leergut zu Stolpersteinen für Arbeitnehmer. Mit Sparpaketen wird das Volk geknechtet, während die Oberschicht und Regierenden in Sektlaune schwelgen.

Und Gott spricht: „Ich lasse dich wieder in Zelten wohnen wie zur Zeit, da wir zusammentrafen.“ (Hosea 12,10) Es ist hohe Zeit wider den Palästen der politischen Pharisäer im Land streiten. Die Abwendung von Gott, Barmherzigkeit und Recht wird ihnen zum Fallbeil werden. Gott Spricht: „So werde ich für sie wie ein Löwe, ich lauere wie ein Panther am Weg. Ich falle sie an wie eine Bärin, die ihrer Jungen beraubt ist und zerfleische ihnen die Brust (Hosea 13,7-8)“.

Eindringlich mahnt Gott: "So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott." Wohl dem, der die Hoffnung noch nicht verloren hat.


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