von der Layen


Kommentar

Aus einem Nichts Doppeltes schaffen

Die seltsame Mutation von Politikern aus der Klippschule und ihre wundersame Wandlung Führungsgröße zu erreichen

Von Frank Walenszus

Wenn Arbeitsministerin von der Leyen in einer Talkrunde diskutiert, beschleicht einen augenblicklich das Gefühl, Laienpolitikern ausgesetzt zu sein. Die BRD-GmbH rast mit rasantem Tempo ihrer Insolvenz entgegen. Die Äußerungen der Arbeitsministerin in der Fernsehtalkrunde bei Maybrit Illner, die Zuwanderung qualifizierter Ausländer würde Arbeitsplätze in Deutschland schaffen, ist kaum mit Intelligenz zu bewerten und beweist einmal mehr, dass Thilo Sarrazin Recht hat. Frau von der Layen sollte sich lieber um ihre Familie kümmern. Aber vielleicht ist das gerade ihre Größe, einer Nanny Arbeit verschafft zu haben, die sie berechtigt, als Arbeitsministerin tätig zu sein.

Deutschland hat rund zehn Millionen Menschen am sozialen Tropf hängen, darunter tausende Akademiker, die vergeblich Arbeit suchen. Sie werden als überqualifiziert abgespeist oder müssen Tätigkeiten weit unter ihrem Ausbildungsniveau verrichten. In besagter Fernsehsendung ist weiterhin von rund 300.000 osteuropäischen Menschen die Rede, die hochqualifiziert, in Deutschland leben, aber deren Abschlüsse nicht anerkannt werden.

Das Politblabla der Arbeitsministerin entstammt vermutlich einem Schulungsseminar, das Bundeskanzlerin Merkel für die vierte Reihe von CDU-Politikern inszeniert hat, deren einzige Gabe es ist, auswendig Gelerntes stereotyp dem deutschen Michel verklickern zu wollen.

Man kann es drehen und wenden wie man will, das deutsche Volk wird von Laien geführt, die offensichtlich jeden Bezug zur Realität verloren haben. Deutschland schafft sich ab. Die Alternative dazu wäre, die derzeitige Regierung abzuschaffen.


22.10.2010
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