Christenverfolgung


Gefährlicher Glaube - 100 Millionen Christen weltweit brutal verfolgt

Nordkorea, Afghanistan und Saudi-Arabien belegten die ersten Plätze im Weltverfolgungsindex 2012

Von Frank Walenszus

Niederwürschnitz. „Gefährlicher Glaube – Christen in der islamischen Welt“ unter diesem Thema hatte "Open Doors im Dienst der verfolgten Christen weltweit" am Sonntag in die Landeskirchliche Gemeinschaft nach Niederwürschnitz eingeladen. Matthias Scheiter, Mitarbeiter von Open Doors, sagte, dass die Verfolgung der Christen in totalitären Staaten und in der islamischen Halbwelt an Schärfe und Brutalität alles Bisherige weit übertreffe. Rund 100 Millionen Christen würden weltweit verfolgt werden. Sie erlitten Folter und Tod oder Diskriminierung. Weltweit seien die Christen die die größte verfolgte Religionsgemeinschaft.

Open Doors ist als überkonfessionelles christliches Hilfswerk seit Jahrzehnten insbesondere in den Ländern präsent, in denen laut Weltverfolgungsindex Christen am meisten betroffen sind. Wenn Christen über Jesus Christus reden und in ihren Gottesdiensten ihn feiern leben sie gefährlich. Die Angriffe der Islamisten richten sich vor allem gegen Kirchen und Pastoren. Die heiligen Stätten würden zerstört. Tausende Morde an Pastoren und anderen Christen ist die Antwort fanatischer Islamisten gegen Andersgläubige.

Laut Open Doors sind dabei rund 50 Staaten im besonderen Fokus der internationalen Vereinigung. Erschreckend, dass Politiker der westlichen Welt die Augen vor der Verfolgung von Christen verschließen. Deutlich wird das auch am jüngsten Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in China. Obwohl das Reich der Mitte an 21. Stelle des Weltverfolgungsindex 2012 liegt, sind die wirtschaftlichen Beziehungen der Bundeskanzlerin als Pastorentochter wichtiger. Ebenso flossen bislang rund 34 Milliarden Euro aus Deutschland nach Afghanistan. Das Land nimmt den unrühmlichen 2. Platz im Verfolgungsindex ein. Den 1. Platz belegt das kommunistische Nordkorea. Saudi-Arabien und auch Pakistan befinden sich unter den ersten zehn Ländern, in denen Christen besonders brutal verfolgt werden. Ägypten ist auf Platz 15 zu finden.In diesem Land werden notwendige Sanierungsarbeiten an Kirchen nicht genehmigt oder jahrelang verzögert - Länder, die zu den engsten Verbündeten des christlichen Abendlandes zählen und vom täglichen Bibelleser Barak Obama, US-Präsident, hofiert werden.

Auf die Verfolgung von jungen Christen will vom 2. bis 4. März 2012 Sockwave – mit der weltweiten Jugend-Gebets-Bewegung besonders auf Ägypten die Aufmerksam richten. Am 9. Juni 2012 findet dann der Open Doors Tag für verfolgte Christen im Kongress-Palais in Kassel statt. Der Veranstalter bietet erstmals Gemeinden in Deutschland die Möglichkeit, sich den Open Doors Tag per Livestream in ihre Gemeinde zu holen. Wie Open Doors informiert, erhalten die Gemeinden für die Durchführung ein komplettes Einladungs- und Veranstaltungskonzept, mit dem Christen der Region ihre Verbundenheit zu den Verfolgten Geschwistern deutlich machen können.

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